Was kann ich tun, wenn ich eine Beratung oder Therapie nicht selbst zahlen kann?

Wenn Sie nicht die Möglichkeit haben meine Leistungen als Privatzahler in Anspruch zu nehmen, finden Sie hier einige Informationen, die Ihnen erläutern, wie Sie vorgehen können, um einen Therapieplatz über die gesetzlichen Krankenkassen zu erhalten.

Es stellen sich dabei zunächst drei Fragen:

  • Benötige ich eine Überweisung von einem Hausarzt?
  • Wie finde ich Therapeut*innen mit Kassenzulassung?
  • Was tue ich, wenn ich äußerst dringend Hilfe benötige?

Benötige ich eine Überweisung von einem Hausarzt?

Sie benötigen keine Überweisung vom Haus- oder Facharzt für eine Psychotherapie.

Dennoch kann es sinnvoll sein, zuerst Ihren Hausarzt aufzusuchen und Ihr Anliegen zu schildern. Ihr Arzt kann insbesondere organische Ursachen ausschließen bzw. mitbehandeln und wird Ihnen in der Regel eine Überweisung mit seiner Verdachtsdiagnose (z.B. Angststörung, Depression etc.) für eine Psychotherapie aushändigen. Häufig erhalten Sie dort auch direkt Adressen und Telefonnummern niedergelassener Psychotherapeut*innen, die Sie dann kontaktieren können.

Wie finde ich Therapeut*innen mit Kassenzulassung?

Eine kostenlose Therapie erhalten Sie, wenn Ihre Therapeut*innen eine Kassenzulassung besitzen und über die gesetzlichen Krankenkassen abrechnen können.

Sie können im Internet nach Psychotherapeut*innen mit  Kassenzulassung suchen. Da es viele Psychologische Psychotherapeuten gibt, die nicht mit den gesetzlichen Krankenkassen zusammenarbeiten, empfiehlt es sich für Sie direkt bei Google „Psychotherapie mit Kassenzulassung in meiner Umgebung“ oder Ähnliches einzugeben.

Folgende Einrichtungen können Ihnen bei Ihrer Therapeut*innensuche weiterhelfen

  • Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen)
  • Ihre Krankenkasse
  • Psychosoziale Beratungsstellen (z.B. Familien-, Frauen-, Erziehungs-, Lebens- oder Suchtberatungsstellen)
  • Landespsychotherapeutenkammern der einzelnen Bundesländer
  • Sozialpsychiatrische Dienste (beim Gesundheitsamt)

Bitte verzweifeln Sie nicht, wenn Ihre Suche nach einem freien Therapieplatz etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt oder Sie zunächst auf eine Warteliste kommen. Auf Grund der stetig steigenden Anzahl von Menschen mit psychischen Beschwerden sind viele psychotherapeutische Praxen, die mit den gesetzlichen Krankenkassen zusammenarbeiten, aktuell überlastet.

Was tue ich, wenn ich äußerst dringend Hilfe benötige?

Als “äußerst dringend” wird offiziell anerkannt, wenn Ihre psychischen Beschwerden ohne eine akute Behandlung stärker oder chronisch werden könnten oder eine Arbeitsunfähigkeit oder ein Krankenhausaufenthalt wahrscheinlich wäre.

Sie haben in diesem Fall immer einen Anspruch auf eine Akutbehandlung.  Die ambulante Akutbehandlung kann bis zu 24 Termine von jeweils mindestens 25 Minuten umfassen.

In sehr dringenden Fällen wenden Sie sich daher bitte an:

  • eine psychiatrische Praxis mit Notfalldienst
  • eine psychotherapeutische Ambulanz
  • eine psychiatrische oder psychosomatische Klinik

Insofern Sie bereits auf einer Warteliste stehen, Sie aber gerne die zu überbrückende Zeit bis zu Ihrer durch Ihre Krankenkasse finanzierte Therapie überbrücken möchten, können Sie mich selbstverständlich jederzeit kontaktieren.