Systemisches Elterncoaching - selbstbewusst und gelassen erziehen

Erleben Sie sich seit geraumer Zeit gereizt, unfair und/oder überfordert im Umgang mit Ihrem Kind? Gelingt es Ihnen nicht (mehr) den richtigen Zugang zu Ihrem Kind zu finden? Oder haben Sie vielleicht ein schlechtes Gewissen, weil Sie wütend auf Ihr Kind sind, sich für Ihr Kind schämen oder es nicht “richtig” lieben können?

Wenn wir als Eltern bemerken, dass unsere Kinder negative Emotionen in uns auslösen, entsteht schnell ein Gefühl der Hilflosigkeit. Auf der einen Seite möchten wir unserem Kind unbedingt gerecht werden und auf der anderen Seite können wir es oft kaum mehr ertragen.

Ein unüberwindbarer Zwiespalt?

Keineswegs.

Elterncoaching

Vorstellung vs. Realität – der Erwartungsspagat

Unterschiedliche Bedürfnisse und Erwartungen von Eltern und Kindern sind ein wesentlicher Aspekt bei Erziehungs- und Familienkonflikten. So passiert es nicht selten, dass Eltern unbewusst ihre eigenen Maßstäbe und Herangehensweisen auf ihre Kinder übertragen und Schwierigkeiten damit haben, wenn ihre Kinder bestimmte Dinge ganz anders sehen oder tun als sie selbst.

Viele Eltern fragen sich an diesem Punkt, warum ihre Kinder nicht so „pflegeleicht“ oder unkompliziert sind, wie andere Kinder. Oftmals existiert eine klare Vorstellung von dem was „normal“ ist. Vergleiche mit anderen Kindern und Eltern tragen in der Regel dazu bei, dass Eltern sich selbst und ihre Kinder unter einem latenten Erwartungsdruck aussetzen und in Folge dessen immer wieder frustriert sind, wenn sie feststellen, dass jene Erwartungen nicht erfüllt werden.

Häufig kommt es dann zu (stummen) emotionalen Aggressionen. Meist werden diese jedoch so gut es geht unterdrückt, sodass die Botschaft darin unerkannt bleibt. Vielmehr werden neue Versuche unternommen, um sich vermeintlich fehlende Erziehungskompetenzen anzueignen. Die Folge der Unterdrückung der eigenen negativen Emotionen sind jedoch weitere unangenehme Emotionen, die darauf drängen beachtet und bearbeitet zu werden.

Kinder sind oft ein Spiegel eigener innerer Konflikte

Gelingt es, sich behutsam von der Vorstellung zu lösen, wie die eigenen Kinder oder man selbst als Elternteil zu sein hat, wirkt sich dies heilsam auf das gesamte Familiensystem aus. Die aktuelle Situation nicht so zu sehen, wie sie sein sollte, sondern anzunehmen wie sie tatsächlich ist, senkt den Druck und schafft Raum für neue Perspektiven.
Die Sichtweise, dass unsere Kinder uns mit ihrem “schwierigen” oder “andersartigen” Verhalten lediglich in Kontakt mit unseren eigenen Problemen bringen, kann uns schließlich vollkommen neue Möglichkeiten eröffnen.

Anstatt mit mäßigem Erfolg zu versuchen unsere Kinder in die „richtigen Bahnen“ zu lenken, dürfen wir uns als erstes uns selbst zuwenden und erkennen, dass unsere Kinder mit ihren herausfordernden Persönlichkeitsmerkmalen vor allem unsere eigenen unbewussten Konflikte sichtbar machen.

So spiegeln sie uns z.B. unbewusste Ängste, dysfunktionale Glaubenssätze, negative Emotionen, die wir nicht fühlen wollen (z.B. Wut, Neid, Zorn) oder eigene Traumata, die wir bisher verdrängt haben.

Selbstverständlich können auch körperliche Symptome und Krankheitsbilder ein Spiegel für Probleme und Dysbalancen innerhalb des Familiensystems sein. 

Welche Situationen innerhalb der Familie können eine Spiegelfunktion haben?

Immer wenn wir uns als Elternteil dabei ertappen, dass wir innerhalb einer Situation mit unseren Kindern besonders emotional reagieren, sind wir eingeladen uns zu fragen, was genau uns an dieser Situation stört, verängstigt, traurig macht etc.

Folgende Probleme unserer Kinder können Ausdruck eines familiären Ungleichgewichts und/oder Spiegelthemen der (einzelnen) Elternteile sein:

  • Unkonzentriertes, träges, „faules“ oder verträumtes Verhalten
  • Hyperaktivität
  • Gestörtes Essverhalten
  • Vermehrte Aggressivität, Gereiztheit, Wutausbrüche
  • Psychosomatische Beschwerden
  • Hochsensibilität
  • Autistische Tendenzen
  • Auflehnendes und stark rebellierendes Verhalten
  • Stark ausgeprägte Ängste 
  • etc!

Systemisches Elterncoaching in Köln oder online

In meinem Systemischen Elterncoaching versuchen wir nicht, Ihr Kind zu verändern. Wir prüfen stattdessen, inwieweit das Verhalten Ihres Kindes mit Ihnen selbst zusammenhängt.

Die systemische Auseinandersetzung mit dem Problem Ihres Kindes ermöglicht Ihnen beispielsweise, eigene ungesunde Muster oder Erwartungshaltungen zu identifizieren, die in Ihrer Kindheit erlernt wurden, jedoch im Erwachsenenalter nicht mehr zweckdienlich sind und sich unbewusst auf Ihr gesamtes Familiensystem auswirken.

Indem Sie sich selbst verändern, setzen Sie einen kraftvollen Prozess in Gang, der Ihre ganze Familie mit bewegt.

Gelassenheit, (Selbst-)Mitgefühl und ein respektvoller Umgang mit den Bedürfnissen jedes einzelnen Familienmitglieds sind das Ziel.


“Es gibt auch Spiegel, in denen man erkennen kann, was einem fehlt.”

-Friedrich Hebbel-


 

Als zertifizierte Systemische Coach unterstütze ich Sie dabei einen bedürfnisgerechten und gelassenen Familienalltag zu erschaffen, in dem jeder sein darf, wie er ist.

Erfahren Sie mehr über mich und meine Arbeit.