Meine Arbeitsweise & Bereiche

Jeder Mensch hat in seinem Leben seine ganz persönlichen Aufgaben und Herausforderungen. Und jeder verfügt über seine einzigartigen Ressourcen und Fähigkeiten, um mit diesen Herausforderungen umgehen zu können.

Aus diesem Grunde benötigt auch jeder Mensch seine ganz eigene Form von Unterstützung.

Es kann keinen einheitlichen Weg geben, der für alle von uns gleich funktioniert! Wir sind zwar alle Menschen, jedoch haben wir vollkommen unterschiedliche Lebenserfahrungen, Prägungen, Vorlieben, Abneigungen, Ängste, Werte und Überzeugungen.

Im Rahmen unserer gemeinsamen Arbeit stehen Sie mit Ihren individuellen Erfahrungen, Ihren Grenzen, und Ihren Bedürfnissen im Fokus. Ich betrachte Ihre Probleme oder körperlichen Beschwerden stets ganzheitlich. 

Ganzheitlich bedeutet, dass Sie als Mensch mit den Systemen Körper, Geist und Seele verstanden werden. Jedes dieser einzelnen Systeme benötigt eine andere Art der Hinwendung und Zusammenarbeit.

Für mich ist es daher selbstverständlich, Ihnen über meine Arbeit hinaus Empfehlungen zu weiteren Angeboten, Ärzt:innen, Therapeut:innen, Coaches etc. zu geben.

Die folgenden Abschnitte sollen dazu dienen, Ihnen einen kleinen Einblick über die Bereiche zu geben, auf die ich in meiner Arbeit besonderen Wert lege:

Beziehungsorientierung & Augenhöhe

Das wichtigste Element für eine erfolgreiche Beratung/Coaching ist unsere Beziehung zueinander. Mein Ziel ist es, Ihnen im Rahmen unserer gemeinsamen Arbeit einen bewertungsfreien Raum zu schaffen, indem Sie sich sicher, verstanden und angenommen fühlen können. ALLE Gedanken und Gefühle sind erlaubt und können offen gedacht, gefühlt und gezeigt werden. Es gibt keinerlei Tabuthemen.

Hierbei entscheiden selbstverständlich Sie selbst zu jeder Zeit wie weit Sie sich öffnen mögen und welche Themen Sie tiefergehend erörtern möchten. Gegenseitiger Respekt, Wertschätzung, Akzeptanz, sowie das Anerkennen persönlicher Grenzen bilden das Fundament unserer Beraterin-Klient:in Beziehung. All meine Impulse und Denkanstöße sind zu jeder Zeit als Angebot an Sie zu verstehen. Sie entscheiden, welche Impulse Sie weiterverfolgen oder unbeachtet lassen möchten. 

Praktische Umsetzung

Neben klassischen gesprächsorientierten Einheiten beinhalten meine Sitzungen auch interaktive Übungen. Da es nicht immer gelingt über das Reden an die Wurzel unserer Probleme zu gelangen, nutze ich zielgerichtete Übungen und Techniken, um Ihre unbewussten Prozesse sichtbar zu machen. Auf diese Weise können wir die oft unbewussten, wechselwirkenden Zusammenhänge Ihrer Thematik sichtbar machen. Zusätzlich bekommen Sie von mir auch jede Menge Werkzeug und Impulse an die Hand, mit denen Sie in Ihrem Alltag weiterüben können, um gewonnene Erkenntnisse Stück für

Lösungsorientierung

Die Vergangenheit mag zwar dazu geführt haben, dass Sie aktuell unter bestimmten Problemen oder Symptomen leiden, jedoch können Sie an der Vergangenheit nichts mehr verändern. Im gegenwärtigen Augenblick stehen Ihnen allerdings unzählige Möglichkeiten offen. Handeln können Sie immer nur im JETZT. Nicht gestern oder morgen. Wenn Sie eine Veränderung Ihrer aktuellen Situation anstreben, kann es hilfreich sein, Ihren Fokus umzustellen und sich auf jene Aspekte Ihres Lebens zu konzentrieren, für die Sie aktuell Wertschätzung, Dankbarkeit, Freude und Stolz empfinden. Wenn Ihre Aufmerksamkeit ausschließlich auf jenen Aspekten liegt, die gerade schlecht laufen, probieren Sie einmal aus, sich vorwiegend auf die Dinge zu fokussieren, die in der Vergangenheit und in Ihrer jetzigen Situation gut für Sie waren/sind. 

Wo haben Sie beispielsweise in damaligen Herausforderungen eine nützliche Fähigkeit entwickelt? Was konnten Sie in dieser herausfordernden Zeit über sich selbst lernen? Gab es im Nachhinein betrachtet Dinge, die Sie als positiv bewerten, obwohl Sie eine schwere Zeit durchgemacht haben? Wann war Ihre Situation einmal weniger schlimm? Was war zu dieser Zeit anders? Wofür sind Sie im gegenwärtigen Augenblick dankbar? Wer oder was macht Ihnen zurzeit Freude oder heitert Sie auf?

Lösungsorientierung bedeutet den Blick mehr auf Chancen und Möglichkeiten zu lenken und das wiederholende, unproduktive Kreisen um Probleme zu reduzieren. Es bedeutet, dass wir unseren Fokus auf unsere individuellen Stärken, Ressourcen und Kompetenzen richten und uns aktiv dafür entscheiden das Glas als „halb voll“, statt „halb leer“ zu betrachten.

Ein wichtiger Hinweis: Auch, wenn es kaum vorstellbar erscheinen mag: Sehr häufig wollen wir unsere Probleme gar nicht loswerden! Sie erfüllen einen wichtigen Zweck für uns, den wir jedoch bewusst nicht erfassen können. Bewusst leiden wir natürlich unter unseren Problemen. Doch unbewusst läuft gleichzeitig ein anderes „Programm“, was aktuell noch einen größeren Nutzen für uns hat, als uns selbst oder unsere Situation zu verändern.

Bewusstsein | Achtsamkeit | Selbstbegegnung

Auch wenn unsere Vergangenheit unveränderbar und abgeschlossen ist, so hat sie uns geformt und zu dem gemacht, was wir heute sind. Manche Menschen bemerken, dass sie immer wieder von alten Erinnerungen eingeholt werden. Sie können ihr aktuelles Leben nicht gestalten, weil ein Teil von Ihnen noch in der Vergangenheit feststeckt.

Vielleicht haben Sie in Ihrer Vergangenheit schmerzliche Erfahrungen gemacht, die Sie immer wieder in die Gegenwart projizieren. Möglicherweise nehmen Sie beklemmende Gefühle, körperliche/psychische Beschwerden oder unerwünschte Verhaltensweisen an sich wahr und können diese nicht richtig einordnen. Ein gemeinsamer Blick zurück kann helfen, die eigenen „Schattenthemen“ und verdrängte/abgespaltene Gefühle ausfindig zu machen und wieder in die Persönlichkeitsstruktur aufzunehmen. Dabei arbeiten wir stets in Ihrer gegenwärtigen Situation.

Anstatt automatisch zu re-agieren, nehmen Sie Ihre Gedanken und Gefühle bewusst wahr. Sie dürfen sie neugierig und wohlwollend  beschreiben und beobachten, ohne sie zu bewerten bzw. bewusst erforschen aus welchem inneren Anteil heraus Sie bewerten.

Auf diese Weise können ungesunde Überzeugungen aufgespürt, kritisch hinterfragt und verändert werden. Jede Überzeugung, die irgendwann einmal in Ihnen entstanden ist, ist durch das ständige (unbewusste) Wiederholen zu einer Denk-Gewohnheit geworden. Genauso wie Sie sich Gedanken, Überzeugungen oder Verhaltensweisen angewöhnen können, können Sie sich diese auch wieder abgewöhnen und neue, funktionale Überzeugungen etablieren.

Traumasensible Begleitung & Regulation des Nervensystems

Reden allein reicht oft nicht aus, um wechselwirkende Probleme oder Symptome nachhaltig zu erfassen und zu verändern. Neben allen Techniken, die unseren Geist anregen, muss selbstverständlich auch unser Körper in die gemeinsame Arbeit  eingebunden werden. Ohne, dass wir es bewusst wahrnehmen, beeinflusst unser Körper konstant unser psychisches Wohlbefinden. Andersherum wirkt sich  unsere psychische Verfassung auf unser körperliches Empfinden aus.

Während Sie denken, fühlen und handeln ist Ihr Körper immer dabei. Ohne Ihren Körper können Sie als Mensch nicht überleben. Wenn Sie in Ihrem Leben überfordernde oder traumatische¹ Erfahrungen gemacht haben, sind diese mit einem bestimmten Reaktionsmuster in Ihren Körperzellen gespeichert. Wenn Sie sich beispielsweise als Säugling oder im Kindesalter in einer Situation hilflos, unsicher oder überwältigt gefühlt haben, ist dieses Gefühl für Sie möglicherweise heute in einigen Situationen noch klar spürbar. Sie können mit Ihrem Willen und Ihrer Disziplin dann leider nicht „machen“, dass diese körperlichen Empfindungen verschwinden. 

Dieser Umstand führt bei vielen Menschen zu Frustration, Hilflosigkeit, Ohnmacht oder Verzweiflung.  Der Körper ist jedoch ein anderes System als die Psyche und benötigt daher auch eine andere Form der Zuwendung. Denken, Analysieren oder Lösungen für Probleme ausarbeiten, hilft unserem Körper nicht.

Unser autonomes Nervensystem profitiert vielmehr davon, wenn wir uns achtsam unseren körperlichen Empfindungen zuwenden und lernen mit unserem Körper in Kontakt zu treten. Durch ein freundliches und offenes Hineinspüren und Beobachten, können wir unsere körperlichen Signale besser verstehen und lernen unsere (unbewusste) Anspannung wahrzunehmen, zuzulassen und zu regulieren (z.B. über Somatic Experiencing, Atemtechniken, Bodyscan-Übungen, Autogenes Training, Meditation, langsame Bewegung,etc.). Das Ziel ist es, die Fähigkeit zu entwickeln, die eigenen Emotionen selbstständig immer besser aushalten und regulieren zu können. Diese Fähigkeit wird als Containment (=Kapazität) bezeichnet. Containment aufzubauen ist ein Prozess, der vor allem Geduld, Wiederholung, Achtsamkeit, Entschleunigung (i.S.v. „weniger ist mehr“) erfordert.

Da es für viele Menschen vollkommen selbstverständlich ist, (gedanklich) immer mit etwas beschäftigt zu sein und wenig in Verbindung mit sich selbst und dem eigenen Nervensystem zu leben, kann sich dieser Prozess etwas mühsam anfühlen. Es gibt wenige Aha-Momente und schnelle Erfolgserlebnisse, die unseren „Lieblingsbotenstoff“ Dopamin ausschütten, sondern vielmehr langsame, kleine Veränderungen, die jedoch nachhaltig sind.

¹Der Begriff „traumatisch“ bezieht sich in diesem Kontext nicht (nur) auf ein medizinisch diagnostiziertes psychisches Trauma, sondern wird weiter gefasst. Trauma bedeutet übersetzt „seelische Verletzung“. Jeder Mensch erlebt im Laufe seiner Entwicklung seelische Verletzungen. Die damit verbundenen Eindrücke und Schlussfolgerungen sind so individuell, dass ich das subjektiv empfundene Leid des einzelnen weder schmälern noch pathologisieren möchte. Der Begriff umfasst hier demnach alle seelischen Verletzungen, die zu immer wiederkehrender/anhaltender Aktivierung des psychischen Notfallprogramms (Kämpfen-Fliehen-Erstarren) führen.

In meiner Praxis haben Sie die Möglichkeit neben der Arbeit mit dem Kopf auch Ihren Körper mitzunehmen. Hypnosystemische Trance und Entspannungsverfahren unterstützen Sie dabei, verkörperte Gefühle wahrzunehmen zu regulieren. Dazu liegen Sie ganz bequem auf einer Liege und lassen sich von mir in Entspannung und Regulation hineinleiten.

Salutogenese & Gesundheitsbewusstsein 

Im Rahmen unserer gemeinsamen Arbeit wird Krankheit nicht als Gegenteil von Gesundheit verstanden. Die Einteilung in „gesund“ und „krank“ verschwimmt bzw. weitet sich aus. Der Mensch wird in seinem persönlichen Kontext betrachtet, in dem er sich zwischen den Polen „Krankheit“ und „Gesundheit“ bewegt.  Es werden keine medizinischen Diagnosen therapiert, sondern individuelle Ressourcen und Kompetenzen mobilisiert, die das körperliche und mentale Wohlbefinden fördern. Ich setze eine Ebene unterhalb Ihrer Symptome an und erarbeite mit Ihnen, welche Aspekte in Ihrem Leben für ein erhöhtes Stressempfinden sorgen oder welche Denkmuster Probleme oder Krankheiten begünstigen und aufrechterhalten. Auf diese Weise werden Sie darin unterstützt, eine resiliente und gesunde Lebensführung zu etablieren.

Hier können Sie mehr über das Salutogenese-Modell erfahren.