Führungskompetenz durch Selbsterkenntnis und Bewusstsein

Mit der Generation Y  begann ein Umbruch auf dem Arbeitsmarkt, durch den erstmalig die individuelle Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben auf den Prüfstand gestellt wurde.

Mittlerweile angekommen in der Arbeitswelt 4.0 sehnen sich viele Arbeitnehmer*innen nach mehr als einem sicheren Arbeitsplatz mit adäquater Entlohnung. Sie streben zunehmend nach Sinnhaftigkeit, persönlichen Entfaltungsmöglichkeiten, Flexibilität und vor allem Freude an ihrer Tätigkeit.  Diese Einstellung lässt sich für viele Chefs und Führungskräfte jedoch nicht immer mit einem konventionell etablierten Verständnis von Arbeit verbinden. Und vor allem nicht immer mit wirtschaftlichem Erfolg. 

Herausforderung der Führungskraft: Navigation zwischen den Erwartungen

Wenn Sie selbst ein Unternehmen führen oder Führungsverantwortung für ein Team tragen, kennen Sie wahrscheinlich den Spagat, indem Sie sich konstant in Ihrer Rolle bewegen. Sie pendeln zwischen den Erwartungen und Zielen des Unternehmens, jenen Ihrer Mitarbeiter*innen und denen Ihrer Kolleg*innen, Kund*innen, Investor*innen etc. hin und her. Rentabilität, Wachstum und Leistung geben sich dabei nicht immer mit Sinnstiftung oder Selbstverwirklichung die Hand.

Neben den Bemühungen Kompromisse im Sinne aller beteiligten Parteien aufzuzeigen, müssen Sie zusätzlich täglich auch Ihren eigenen Erwartungen gerecht werden. Damit sind jedoch nicht die Erwartungen gemeint, die Sie an Ihre Mitarbeiter stellen, sondern jene, die Sie an Ihre Rolle als Führungskraft stellen. 

Bewusste Wahrnehmung der eigenen Erwartungen und Bedürfnisse  

Genau diese eigenen Erwartungen sind es jedoch, die in der Regel wenig Beachtung im Rahmen der Mitarbeiterführung finden. Der innere Druck, den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden, kann einen immensen Einfluss auf unser Verhalten innerhalb des Berufsalltags ausüben. Dies geschieht jedoch überwiegend ohne unsere bewusste Anteilnahme, da wir meist wenig vertraut im Umgang mit unseren inneren, unbewusst ablaufenden Prozessen sind.

So nehmen wir im Job kaum bewusst wahr, wie sich beispielsweise unser ausgeprägtes Pflichtbewusstsein, starre Vorstellungen in Bezug auf Arbeitsmoral oder das Übertragen unseres eigenen (überhöhten) Maßstabs auf unser persönliches und kollektives Stressniveau auswirken. Auch erkennen wir nicht wie unsere vielfältigen unbewussten Ängste und Bedürfnisse (z.B. nach Sicherheit, Autonomie oder Zugehörigkeit) in den Umgang mit unseren Kolleg*innen und Mitarbeiter*innen einfließen.

Was wir allerdings wahrnehmen können, sind die Resultate unserer nicht vorhandenen Berücksichtigung (eigener) unbewusster Strukturen. Interpersonelle Konflikte,  Disharmonien oder Mobbing innerhalb des Teams sind neben einer geringen Stress- und/oder Frustrationstoleranz einzelner Mitarbeiter nur einige Beispiele für hartnäckige Probleme auf zwischenmenschlicher Ebene.

New Work und Ganzheitliches Führen

Neben den zahlreichen effektiven Methoden, wie 360 Grad Feedback, Interaktionsmodellen oder Potentialanalysen, vervollständigt die Auseinandersetzung mit unseren eigenen unbewusst ablaufenden Programmen bereits etablierte Ansätze der Mitarbeiterführung und schafft Raum für echte Begegnung, Offenheit und Empathie. Ziel ist es, im Rahmen des eigenen Führungsstils vor allem die emotionale Führung  auszubauen um einen integrativen Führungsstil und eine ganzheitliche Unternehmenskultur zu etablieren. 

Führungskraft voraus!

Dieses ganzheitlich orientierte Arbeiten kann innerhalb eines Unternehmens jedoch nur funktionieren, wenn Führungskräfte voran schreiten und ihren Mitarbeiter*innen durch die eigene integrierte Arbeitsweise als Vorbild dienen. In einer Zeit der Werteverschiebung, in der der Mensch mehr denn je nach Authentizität und Selbstverwirklichung strebt, ist daher eine Erweiterung der bisherigen Perspektive nötig um stets Menschen statt nur Mitarbeiter*innen zu entwickeln. Auf diese Weise kann z.B. ein individualisiertes Work-Life-Blending Konzept für jeden einzelnen Mitarbeiter entstehen.


Wenn Sie sich und Ihre Mitarbeiter*innen als untrennbare Einheit Ihres (beruflichen) Erfolges sehen und gerne mit Verstand, Intuition und Ihrem vollen Bewusstsein führen und arbeiten möchten, erörtern wir entsprechend Ihres konkreten Anliegens u.a. folgende Fragestellungen:

  • Wie nehme ich mich in meiner Rolle als Führungskraft wahr?
  • Welche Überzeugungen habe ich in Bezug auf Leistung, Status und Erfolg
  • Wie gehe ich mit Kritik um?
  • Kenne ich meine inneren Antreiber?
  • Wie möchte ich von meinen Mitarbeiter*innen und Kolleg*innen gesehen werden?
  • Wie kommuniziere ich mit meinem Team? Kann ich gewaltfrei kommunizieren?
  • Worauf lege ich bei der Arbeit besonderen Wert?
  • Welche Glaubenssätze und Prägungen habe ich aus der Kindheit  übernommen, die meinen Berufsalltag unbewusst (negativ) beeinflussen?
  • Welche Ängste blockieren mich?
  • Was bereitet mir in meiner Position als Führungskraft die größte Freude?
  • Gibt mir mein Job einen Sinn?
  • Welche Aspekte in meinem Job empfinde ich als anstrengend oder belastend?
  • Welche Verhaltensweisen meiner Mitarbeiter verärgern mich (auch persönlich)?
  • Wie motiviere ich (einzelne) Teammitglieder?
  • Wie gehe ich mit Veränderungen um?
  • Wie kann ich selbst lernen Aufgaben zu delegieren und damit zurechtzukommen, dass meine Mitarbeiter*innen ggf. andere Lösungsansätze nutzen als ich?
  • Wie gehe ich in einer Konfliktsituation mit Mitarbeiter*innen um?
  • Wie gestalte ich eine harmonische Arbeitsatmosphäre innerhalb des Teams?
  • Wie erreiche ich, dass meine Mitarbeiter*innen mich respektieren und Weisungen von mir annehmen?
  • Wie verhalte ich mich gegenüber Mitarbeiter*innen bei einem Verdacht auf Burnout oder eine stressbedingte Erkrankung?
  • Wie fördere ich Mitarbeiter*innen gemäß ihrer individuellen Persönlichkeit und den damit verbundenen Besonderheiten
  • Was benötige ich, um mit dem arbeitstechnischen Veränderungsprozessen (“New Work”/Arbeitswelt 4.0) umgehen zu können?